Ausbildungskonzept ganzheitlich orientierter Hundeverhaltenstrainer 7.LG

AUSBILDUNG ZUM GANZHEITLICH ORIENTIERTEN HUNDEVERHALTENSTRAINER
AUSBILDUNGSKONZEPT 7. Lehrgang (2023 – 2025)

Im Sinne des Tierschutzes sowie des Tierschutzgesetzes soll Hundeverhaltenstraining von professionell ausgebildeten, der nachweislich erbrachten Sachkunde fähigen Trainern  und Trainerinnen angeboten und nach neuesten Erkenntnissen der Ethologie, der Lerntheorie und Lehrmethodik durchgeführt werden. Ganzheitlich orientierte Hundeverhaltenstrainer betrachten viele Aspekte der Umwelt, die Bedürfnisse des Hundes, auch dessen Wohlbefinden im Zusammenleben mit uns Menschen als ausschlaggebend für eine erfolgreiche Sozialisation in unserer heutigen Gesellschaft. Die hier konzipierte Ausbildung trägt diesem Gedankengut Rechnung und identifiziert sich auch explizit mit dem ethischen Kodex von  Tiere Helfen Leben.

DIE AUSBILDUNG
Der Verein Mensch und Tier im Zentrum in enger Kooperation mit Tiere Helfen Leben hat sich zum Ziel gesetzt, verantwortungsvolle ganzheitlich orientierte Hundeverhaltenstrainer / -trainerinnen nach modernen dualen Methoden auszubilden. Der Gesamtumfang der Ausbildung beträgt 670 Unterrichtsstunden und eine hohe Selbstlernzeit. Der Theorieteil wird in Blöcken durch entsprechend national und international hochqualifizierte Referenten (siehe Referentenliste) gestaltet. Der  Praxisteil erfolgt in Kooperation mit modernen tierschutzorientierten Partnerhundeschulen.

Die theoretische Ausbildung umfasst 436 Unterrichtseinheiten (UE) à 45 Minuten und schließt mit schriftlichen Prüfungen, der Präsentation einer schriftlichen Abschlussarbeit und einem praktischen Prüfungsteil ab.

Die Praxisstunden sind entsprechend der Theorie aufgebaut und werden über die schriftliche Rückmeldung der Partnerschulen reflektiert. 

ZIELSETZUNG DER AUSBILDUNG ZUM GANZHEITLICH ORIENTIERTEN HUNDEVERHALTENSTRAINER
Nach absolvierter Ausbildung soll der ganzheitlich orientierte Hundeverhaltentrainer in der Lage sein Menschen im tierschutzkonformen Umgang mit ihren Hund anzuleiten, sie einzeln oder in Gruppen entsprechend den Wünschen der Menschen und den Bedürfnissen des Hundes zu schulen und ihren Hund unter seiner Anleitung zu trainieren.
Spezielle Rechtsverordnungen wie Sachkundenachweis oder Hundeführschein sollen durch den ganzheitlich orientierten Hundeverhaltentrainer ebenfalls fachgerecht vermittelt werden.
Unter Berücksichtigung von belastenden Faktoren im Leben einzelner Tiere, in Zusammenarbeit mit entsprechenden Spezialisten wie Tierärzten oder anderem alternativen Support soll in Einzelbetreuung am Problemverhalten nach einem erlernten Problemlösungsprozess gearbeitet werden können. Außerdem soll der ganzheitlich orientierte Hundeverhaltentrainer mit qualifiziertem Hundeverhaltenstraining in Tierschutzorganisationen wie z.B. Tierheimen mitarbeiten können. Damit kann er an einer schnelleren Vermittlung an geeignete Hundehalter mitwirken.
Der ganzheitlich orientierte Hundeverhaltentrainer lernt einfühlsam und kreativ Kurse zu gestalten, die Bedürfnisse des Hundes zu unterstützen und im Interesse der Gesellschaft als Gefahrenprävention Wissen zu Hundeverhalten in moderner Form zu vermitteln.
Der Ausbildungsabsolvent wird über Marketing, Networking und allgemeine Rechtskunde geschult um entsprechend der Gewerbeordnung agieren zu können. Natürlich ist es auch möglich die Ausbildung aus dem Motiv der Wissensvertiefung zum Umgang mit dem eigenen Hund zu absolvieren.

 INHALTE DER AUSBILDUNG (Details im Curriculum)
Die Inhalte der theoretischen Ausbildung sind in systematisch aufgebauten Blöcken konzipiert.
Die Kenntnis zu den einzelnen Teilabschnitten wird durch schriftliche Zwischentests, Gruppenarbeiten oder Hausaufgaben übergeprüft.
Exkursionen sind Teil der theoretischen Themenbereiche.
Die einzelnen Vorträge der jeweiligen Themengebiete sind inhaltlich aufeinander abgestimmt.

Die Theorie umfasst folgende Themengebiete:

Allgemeine Hundekunde 130 UE

  • Entwicklung zum domestizierten Hund
  • Genotyp / Phänotyp, Epigenetik
  • Ethologie / Kommunikation
  • Lernen / Training
  • Gefühlsleben des Hundes

Praxisgrundlagen 60 UE

  • Grundlagen zum Training
  • Hundesportdisziplinen
  • Allgemeine Kundenberatung
  • Rassekunde
  • Nasenarbeit

Ganzheitlich betrachtete Aspekte im Speziellen 180 UE

  • Belastende Faktoren
  • Ethik
  • Alternativer Support zur Schulmedizin, Vernetzung
  • Ganzheitliche Verhaltensberatung
  • spezielles Verhaltenstraining
  • Ernährung
  • Medizin

Berufsbild 50 UE

  • Umgang mit Kunden
  • Tierschutz
  • Netzwerk
  • Marketing
  • Rechtliches

PRAXIS

Ab dem 4. Unterrichtsblock beginnen die Praxiseinheiten, die von jedem Teilnehmer selbstverantwortlich geplant und dann terminlich mit den Partnerschulen umgesetzt werden.
Vorgeschriebener Praxisumfang sind 224 Praxisstunden die innerhalb der Ausbildung zu erbringen sind. Dem Teilnehmer wird ein Übersichtsrahmen ausgehändigt, indem die vorgeschriebenen Praxiseinheiten an die Theorie angepasst, zu entnehmen sind. Theoretisch vermittelte Ausbildungsinhalte werden Großteils innerhalb der Blöcke in der angewandten Praxis (Übungen) erlernt und dann in den Praxiseinheiten der Partnerschulen entsprechend umgesetzt.

Die Praxis gliedert sich in

  • Beobachtung und Hilfestellung im Alltagstraining
  • Beobachtung und Hilfestellung in Welpen/Junghundegruppen
  • Einzel und Gruppentraining von adulten Hunden unter Anleitung
  • Beratung von Hundebesitzern, spez. Kleingruppentraining unter Anleitung
  • Unterstützung bei Sachkundenachweis / Hundeführschein / Problemhundeberatung
  • Abhaltung eines Gruppenkurses
  • Spezialkurse nach freier Wahl

SPECIAL TOOLS

Zusätzlich zu der Grundausbildung werden Spezifikationstools angeboten, die je nach Interesse gebucht werden können. Diese sind nicht in den Ausbildungskosten inkludiert. Das Angebot richtet sich nach der Nachfrage, d.h. dass ein Tool nur dann veranstaltet wird, wenn es ausreichende Anmeldungen dafür gibt.

TEILNAHMEVORAUSSETZUNGEN

Nach Einlangen der schriftlichen Anmeldung erfolgt ein persönliches Gespräch um die Angaben zu vertiefen und einen persönlichen Eindruck des Interessierten zu erlangen.

Spätestens 21 Tage danach kann mit einer Rückmeldung gerechnet werden. Die Teilnahme wird nach Unterfertigen des Ausbildungsvertrages gültig und die allgemeinen Geschäftsbedingungen dazu wirksam.

Die Ausbildungskosten belaufen sich auf € 6450,00 inc. MWST. Die Zahlungsbedingungen werden in den allgemeinen Geschäftsbedingungen geregelt und sind  im Ausbildungsvertrag fixiert.

Die Teilnehmerzahl ist mit 22 Personen limitiert.

Bei Nicht erreichen der Mindestteilnehmerzahl findet die Ausbildung nicht statt.

Der Ausbildungsort ist Neudörfl im Burgenland .

Das Führen eines eigenen Hundes ist nicht Voraussetzung, für die Erfüllung der Hausaufgaben bedarf es jedoch eines näheren Kontaktes zu einem Hund.